"Welcome to Georgia" - Worte mit denen fürs uns alle verschiedenste Abenteuer begonnen haben

Ein Erfahrungsbericht von Lisa D. und Emma B. (Q2)

Nachdem wir unsere Austauschschüler*innen im Oktober bzw. November 2025 kennen gelernt und die meisten eine einmalige, spaßige und wunderschöne Zeit gehabt hatten, besuchten diese uns ebenfalls vom 13. bis zum 22. Februar diesen Jahres. Trotz des „typisch deutschen" Wetters, welches für viele Austauschschüler*innen einen Schock darstellte, war dies der zweite Teil unser alleraufregender Reise, welche wir zusammen mit den Schüler*innen der Centennial High School starteten. Gefüllt von Sportlichem, Kulturellem und natürlich auch von Schulischem, wie könnte man das vergessen, erlebten sowohl unsere Partner*innen als auch wir weitere tolle 10 Tage, an denen Freundschaften enger wurden, die hoffentlich noch lange halten werden.

Ich für meinen Teil dachte, meine Zeit in Siennas Familie wäre nicht zu überbieten gewesen, doch als sie dann hier in Düsseldorf ankam, war die Zeit, die uns bevorstand, mindestens genauso schön und die Vorfreude wurde noch übertroffern von allem Schönen, das wir gemeinsam erlebten

Der Tag der Ankunft hätte für uns alle nicht kontrastreicher sein können. Während wir morgens noch in unseren Vorabiturklausuren unseres ersten LKs saßen, waren die Gedanken danach sehr schnell am Düsseldorfer Flughafen. Nach der Klausur konnte mich nichts mehr aufhalten: Die letzten Vorbereitungen wurden getroffen und dann ging es los zum Flughafen. Als wir dann endlich im Ankunftsbereich standen, stieg die Nervosität. Mit unseren selbstgebastelten Willkommensplakaten fühlte sich das Warten an wie eine Ewigkeit. Doch dann, ich habe meinen Austauschschüler Duncan schon von weitem winken sehen, war die Freude riesig. Nach den obligatorischen ersten Fotos stand das erste Kennenlernen mit meinen Eltern an. Er hat mir später gestanden, wie nervös er deshalb war. Völlig unbegründet, denn meine Eltern waren sofort voll und ganz begeistert. Schon auf der Heimfahrt im Auto wurde gequatscht ,als würden wir uns alle schon ewig kennen.

Auch wir merkten damals, ein Austausch hängt nicht nur von dem Land ab, welches man besucht, sondern gerade von der Familie, in der man untergebracht ist. Zusammen mit unseren Partner*innen aßen wir viel Schnitzel oder Käsespätzle, typisch deutsch nunmal, tranken Apfelschorle, spielten Gesellschaftsspiele, besuchten weitere kulturelle Orte wie die Zeche Zollverein, das Tetraeder, oder das Haribo Outlet in Bottrop und brachten den Austausschüler*innen somit die deutsche Kultur näher.

Man möge es kaum glauben, da der Austausch im Vergleich zu anderen „nur" 10 Tage andauerte, aber es entstanden enge Verbindungen, sowohl familiär als auch freundschaftlich. Auch in meiner Familie war Sienna sofort ein fester Bestandteil und meine Eltern freuen sich, ich denke, genauso sehr wie ich mich, auf Siennas baldige Rückkehr im Sommer.

Durch die vielen Spieleabende, welche die Q1 und die Q2 jeweils miteinander verbrachten, entstanden viele Lacher, aber auch das immer stärker werdende Gefühl der Freundschaft. Durch Spiele wie Werwolf oder UNO wurde das Gemeinschaftsgefühl immer präsenter und auch die Austauschschüler*innen, die nicht bei einem selbst untergebracht waren, wurden immer offener und die Stimmung stieg immer und immer mehr. Abgesehen von meiner Austauschülerin Sienna blieben mir besonders Duncan und Alex im Kopf, die durch ihre gute Laune und empathische Art einen bleibenden Eindruck bei mir hinterließen.

Unser Ausflug nach Köln startete, typisch Deutsch, mit einer ordentlichen Portion DB-Chaos. Da es über Nacht geschneit hatte und eine Oberleitung heruntergekommen war, stand unser Zeitplan kurzzeitig auf der Kippe. Mit viel Stress haben wir es schlussendlich aber doch geschafft. Der erste Anblick des Kölner Doms hat die Amerikaner sichtlich beeindruckt und es wurden erst einmal Fotos geschossen. Wir starteten mit einer VR-Zeitreise rund um den Dom, bei der wir uns fast die Füße abfroren. Umso schöner war es, danach in gemischten Gruppen den Südturm zu erklimmen. Oben angekommen wurden wir mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Das war für mich der perfekte Moment, um auch einmal mit den anderen Austauschschülern ins Gespräch zu kommen. Zum Aufwärmen gab es danach für unsere mittlerweile etablierte Gruppe Ramen. Und der anschließende Shopping-Trip brachte uns alle noch ein Stückchen näher.

Zum Glück verflüchtigte sich die Höhenangst der meisten nach den langen Flügen in die Staaten oder im Fall der Austauschschüler*innen nach Deutschland und es verschlug uns in die Kletterhalle. Am meisten Begeisterung gab es für einen Kreis gefüllt von sich in der Höhe steigernden Balken, von denen jegliche Art der Sprünge ins Tiefe getätigt wurden. Alle kletterten eifrig, manche sogar mit Kreide, und nach ca. zwei Stunden war nun jegliche Kraft verloren. Zuhause fielen wir alle, zum Glück am Boden, sofort ins Bett.

Ein weiteres Highlight war unser Tag in der Skihalle. Während die erfahrenen Skifahrer unter uns direkt durchstarteten, hatten die Anfänger die Möglichkeit, einen Skikurs zu belegen, so auch mein Austauschschüler. Er hat sich so geschickt angestellt, dass er mit einigen anderen am selben Tag noch auf die schwierigste Piste durfte. Ich muss sagen: Ich war schon ein bisschen stolz.

Lisa, ihre Austauschschülerin und ich haben uns währenddessen für das Rodeln entschieden. Ich habe selten so viel gelacht wie andiesem Tag. Wir bildeten eine lange Kette, was mal mehr, mal weniger gut funktionierte. Einmal wurde der Bremshügel komplett verfehlt, einmal rutschten wir den Bremshügel rückwärts wieder herunter und landeten in einem Haufen übereinander.  

Beim abschließenden Buffet saßen wir wieder alle zusammen, eine bunte Mischung aus Deutschen und Amerikanern, die über die Tage richtig zusammengewachsen sind.

Je näher das Ende des Austausches rückte, desto größer wurde die Angst vor dem Abschied und das Bewusstsein für die vergangene, sehr besondere Zeit. Um dem Ganzen einen gebührenden Abschied zu schenken, trafen sich die Familien, die Schüler*innen und Lehrer*innen am Abend des 21. in der Notenkiste in Borbeck und aßen gemeinsam, schwelgten in Erinnerungen über die vergangenen Tage und lauschten gespannt dem Abschiedsgedicht der Amerikaner*innen. Da unsere Austauschschüler*innen uns bereits um 5 Uhr am nächsten Tag verlassen mussten, gingen bereits viele nach ein paar Stunden in der Hoffnung, etwas Schlaf zu bekommen, bevor dieses einzigartige Erlebnis nur noch in unseren Erinnerungen existieren würde.

Persönlich möchte ich hinzufügen, dass ich mehr als nur dankbar für dieses Erlebnis bin. Zuvor hätte ich mir nicht ausmalen können, was für ein enger Bund zwischen mir und meiner Austauschülerin Sienna entstehen würde. Daher mein Ratschlag: Jeder, der die Chance dazu hat, sollte unbedingt an einem Austausch teilnehmen.

         

Rückblickend war dieser Austausch die wohl prägendste Erfahrung meiner Schulzeit und damit bin ich sicher nicht alleine. Es ging dabei um so viel mehr als nur darum, sein Englisch aufzubessern. Ich habe in Duncan einen meiner besten Freunde gefunden, eine echte Freundschaft fürs Leben. Wir planen jetzt schon fest unser nächstes Treffen und freuen uns riesig darauf, einige der Amerikaner diesen Sommer noch wiederzusehen. Aber nicht nur unsere Verbindung zu den Austauschschülern ist enger geworden, auch wir als Schüler des GymBos sind durch die gemeinsamen Erlebnisse, sowohl hier als auch in Amerika, viel stärker zusammengewachsen. Vielen Dank an alle, die diese Zeit ermöglicht haben!

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