Unterhaltsam und gehaltvoll –

so wie die Gespräche mit Katja Schön waren, gestaltete sich auch ihre Verabschiedung in den Ruhestand: Die GymBo-Lehrkräfte nutzten den pädagogischen Tag, um eine Kollegin zu würdigen, die das Schulleben nachhaltig mitgeprägt hat.

    
     

GymBo-traditionsgemäß gab es natürlich Musik und selbstgetextete Songs zum Abschied: Die Musikfachschaft – erweitert um Schulleiter Lars Schnor und Deutschlehrer Simon Limbeck – rahmte die kleine Abschlussfeier mit einer Kostprobe ihres Könnens, um Katja Schöns Wirken zu würdigen. Doch Gitarre beiseite - nicht nur instrumental gelang es Schnor, das verlässliche Engagement der Kollegin und ihren Blick für das Wesentliche hervorzuheben: „Frau Schön hat das GymBo mitgestaltet – mit Haltung, Klarheit und Verstand“, sagt Schnor. Für sie habe stets im Zentrum gestanden, was Schule leisten könne – also nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern junge Menschen zu begleiten und zu beraten.  Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit, die Betreuung der Lehramtsanwärter/innen, hob der Schulleiter im Anschluss besonders hervor: „Viele Referendarinnen und Referendare verdanken Frau Schöns differenziertem Feedback, ihrer geduldigen Beratung und ihrem geschulten Blick ein erfolgreiches Examen.“

Aspekte dieses Gedankens griffen auch die Kolleginnen Frau Dr. Oehler und Frau Rach auf. Augenzwinkernd deutete Dr. Oehler in ihrer Würdigung an, dass man als Kolleg/in mit Erfahrung heute einiges an Ambiguitätstoleranz mitbringen müsse: In einer didaktischen Erklärwelt, in der KIs mit Namen wie Telli oder Fobizz fast wie Figuren aus der Augsburger Puppenkiste klängen, seien dem Übergang in den Ruhestand manchmal durchaus positive Aspekte abzugewinnen. Der Gedanke des Tempus fugit durchzog Oehlers Rede aber nicht klagend, sondern lakonisch und ein bisschen schulterzuckend: Dahinter stand vor allem die Anerkennung für die Klarheit der Kollegin, ihren Humor und ihre direkte, unverstellte Art. Aus Sicht der Fachschaft Katholische Religion beleuchtete auch Frau Janine Rach dann geistreich und humorvoll die Qualität der Zusammenarbeit: inspirierend, verlässlich und von großer Offenheit geprägt sei diese gewesen. Wer Rat suchte, erhielt ihn – fachlich fundiert und ohne Umschweife. Diese Geradlinigkeit habe die Kollegin zu einer zentralen Ansprechpartnerin in ihren Fachschaften gemacht.

Dass bei Katja Schön der Humor nie zu kurz kommt, zeigte sich im einen oder anderen Detail: Zum Abschied spendierte sie, passend zur Karnevalszeit, buntes Gebäck. In ihrer eigenen Rede blickte Schön auf ihre Zeit am GymBo und auf viele prägende Begegnungen zurück. Zugleich richtete sie den Blick nach vorn – und betonte, dass Schule immer vom Miteinander lebe: „Gemeinsam: Besser“ eben - ein Motto, das für nahezu alle Lebensbereiche gilt. Der Ruhestand, so wurde deutlich, eröffnet neue Frei- und Gestaltungsräume.

Unterhaltsam und gehaltvoll – dies beschreibt also nicht nur Gespräche mit Frau Schön oder die Natur ihrer Abschiedsfeier, sondern ihr Wirken insgesamt. Bleibt noch zu sagen: Danke, Frau Schön.

Text: Sonja Klever

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